| Bericht über die erschütternden Zustände bei einer "Züchterin". |
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Die Lage vorort - 26.08.02 Um 13,00 Uhr ruft Herr R. an: "Meine Mutter sitzt im Auto, aus dem Haus müssen so schnell wie möglich 11 Hunde herausgeholt werden, da sonst die Reinigungs- und Entrümplungsfirma nicht mit ihrer Arbeit beginnen kann. Meine Mutter kommt nicht zurück". Wir rücken mit 5 Personen, 2 Fahrzeugen, Boxen, Maulkörben, Leinen und Betäubungspulver an. Aus einem offenen Fenster kommt lautes Hundegebell und ein unerträglicher Gestank. 3 Leute steigen ins Haus ein, wollen sich an die Hunde herantasten. Während das Einstiegszimmer (Schlafzimmer von Frau R.) nur unordentlich und vollgepackt mit allem Möglichen ist, bieten die anderen Räume unten einen katastrophalen Anblick. Es mutet an, als hätte sich hier der gesamte Inhalt einer Kläranlage ergossen: alles schwimmt in Urin und flüssigem Kot, überall überquellende Koteimer und zerstörte (angefressene) Türen und Möbel. Zwischendrin liegen verkotete Kleidungsstücke und Reste von Müll. Unsere Leute bahnen sich mit dem Schneeschieber einen Weg durch die Kotmassen. In einem Raum sind mehrere Hunde, die triefend von Urin und Kot aneinandergepresst mit leeren Augen der Dinge harren, die da kommen. Nach und nach werden die kleinsten der Colliemischlinge aus dem Fenster gehoben und in Boxen gesetzt.
Zum Abtransport der erwachsenen Tiere muss die Haustür aufgebrochen werden. Der Blick ins Treppenhaus ist wie ein Blick in eine Tropfsteinhöhle aus Urin und flüssigem Kot. Tapeten hängen in Fetzen herab, überall Spuren von verkoteten Hundepfoten, dieverzweifelt versucht haben, ihrem Gefängnis zu entfliehen. Wie wir später von den Nachbarn hören, die nach dem Ende der Aktion aus den umliegenden Häusern strömen, ist seit Jahren kein Hund draußen gesehen worden. Warum sie nicht beim Tierschutz angerufen haben ? Achselzucken, Abwinken! Das Ordnungsamt der Gemeinde und das Gesundheitsamt habe man verständigt, wegen des Gebelles und dem Gestank. Der Ordnungsamtleiter hatte Frau R. angeschrieben und das Gesundheitsamt sei auch dagewesen, aber Frau R. ließ ja niemand rein, las keine Post. Der ebenfalls verständigte Amtsveterinär hatte auch nichts ausrichten können.
Zwei Hunde fehlen noch. Eine ältere Hündin wurde im ersten Stock in einem verriegelten Raum gefunden. Auch hier überall Exkremente, Unrat und offene Blechdosen. Als die Tür gewaltsam geöffnet wird, rennt die Hündin Richtung Ausgang ins Freie. Auch sie kann gerettet werden. Wo aber ist der letzte Hund ? Liegt er tot irgendwo im unbeleuchtenden Keller oder unter einem der vielen frischen Erdhügel auf dem total verwahrlosten Grundstück? Durch Zufall entdeckt dann jemand hinter durchnässten und zerfressenen Brettern noch einen Raum. Er ist voll mit Müll, zerbrochenen Fenstern und noch mehr Kot als im restlichen Haus. Und ganz hinten in einer Ecke liegt ein brauner Hund, der am ganzen Leib zittert und seine Schnauze in den Exkrementen vergraben hat. Es dauert eine Weile, bis der Weg dorthin freigeschaufelt ist und das Tier, eine Hündin, geborgen werden kann. Entsetzen und Mitleid über das, was Mensch und Tier erdulden mussten, schlägt in Wut um, als wir erfahren, dass Frau R. bereits schon einmal so mit Hunden "gelebt" hat. Eine Anzeige wegen Tierquälerei wird folgen. Wir hoffen, dass ein generelles Tierhalteverbot daraus wird. Liebe Tierfreunde, Allein die tierärztliche Versorgung dieser gequälten Kreaturen wird wieder eine erkleckliche Euro-Summe verschlingen. Fotos der Hunde können vorläufig nicht gemacht werden, um keine Panik unter den Tieren zu verursachen, die in ihrem ganzen elenden Leben nie aus dem "Haus" gekommen waren, nie Kontakt zu anderen Tieren oder Menschen - außer der "Züchterin" - hatten! Wir wissen nicht, wie lang es dauern wird, bis die Hunde dieses psychische Trauma verarbeitet haben und vermittelt werden können. Schauen Sie sich in den nächsten Tagen auf dieser Seite die Fotos an, welche wir vor Ort gemacht hat, dann können Sie sich problemlos vorstellen, in welchem Zustand sich die Hunde befinden. - Weitere Informationen |